Gardinen selbst nÀhen

gardinen naehen

Beim Gardinen Nähen sollte zunächst immer die jeweilige Örtlichkeit der zukünftigen Platzierung begutachtet werden. Form und Farbe, sowie Art der Befestigung und Funktion können auf diese Weise genau abgestimmt werden. Mögliche Anwendungen einer Gardine können zum einen der reine Sichtschutz oder auch eine Sonnenschutzfunktion sein. Hiernach ist auch das Ausgangsmaterial zu wählen. Selbstverständlich ist auch der Farbton passend zur umliegenden Inneneinrichtung zu gestalten. Die Maße müssen den gegebenen Fenstergrößen und Raumhöhen entsprechen. Als Ausgangsbreite empfiehlt sich meist die Breite der jeweiligen Fensterbank.

Sind nun die Vorbereitungen abgeschlossen, kann mit dem eigentlichen Gardinen Nähen begonnen werden. Der ausgewählte Stoff wird nun auf dem Boden ausgebreitet und entsprechend der benötigten Abmaße grob zurechtgeschnitten. Hierbei ist darauf zu achten, dass an allen Rändern ein Rand von 2 Zentimetern zusätzlich eingehalten wird. Dieser wird später umgenäht. Wichtig ist, dass der Gardinenstoff bereits über ein eingearbeitetes Bleiband verfügt.
 
Im nächsten Schritt wird die Art der Befestigung ausgewählt. Ein Beispiel hierfür wäre etwa ein Schienensystem aus Kunststoff, welches an der Decke über dem Fenster anzubringen ist. Je nach Gardinenform kann diese auch in mehr läufiger Form angebracht werden.
 
Darauf folgend werden Länge und Menge des Faltenbands ermittelt. Um die exakte Länge zu erhalten, empfiehlt es sich, die Befestigungsschiene als Ausgangspunkt zu verwenden. Entsprechend deren Länge wird nun auch der Stoff, inklusive aller Rundungen und Endstücke zurechtgeschnitten. An dieser Stelle darf der bereits erwähnte Saum nicht vergessen werden. Dieser kann zwei- oder dreifach gewählt werden. Je nach Höhe des Raumes ergibt sich die Länge der einzelnen Stoffbahnen. Hiervon werden jedoch wieder zwei bis fünf Zentimeter abgeschnitten, um im Bodenbereich etwas Freiraum zu bewahren. Hierbei sollte nicht die Stärke der oberen Schiene vernachlässigt werden. Auch der untere Saum muss ebenfalls berücksichtigt sein.
 
Zur Vermeidung eventuell störender Längsnähte, ist die Breite des Gardinenstoffes entsprechend der gegebenen Raumhöhe zu wählen. Dies sollte bereits beim Kauf der Stoffbahnen bedacht sein.
Jetzt kann der letztendliche Zuschnitt erfolgen. Dieser kann zur Vereinfachung bereits beim Händler vorgenommen werden. Hierfür ist jedoch eine genaue Planung der Abmaße im Vorfeld vonnöten. Als Tipp ist bereits an dieser Stelle auch das Faltenband passend zu erwerben. Somit ist eine eventuelle Fehlerquelle beim direkten Längenzuschnitt ausgeschlossen. Um selbst gerade Schnitte zu setzen, empfiehlt sich ein kurzes Einschneiden und das anschließende Herausziehen eines einzelnen Fadens. So entsteht eine klare gerade Linienvorgabe.
 

Im Folgenden kann nun das eigentliche Gardinen Nähen erfolgen.

Zunächst werden die Säume an den Seiten und das Faltenband vernäht. Für die Säume sind ein Umlegen, sowie eine Fixierung mithilfe von kleinen Stecknadeln notwendig. Nun kann auch das Faltenband mittels Nadeln angeheftet und vernäht werden.
 
Abschließend werden beim Gardinen Nähen nur noch die typischen Gardinenfalten benötigt. Diese werden mittels Ziehen an der Faltenbandschnur erzeugt. Um dies allein umzusetzen, ist es anzuraten die Schnüre der einen Seite an einer Türklinke zu fixieren. Darauf folgend kann das Einhängen der Rollen vorgenommen werden.

Gardinen ganz einfach selbst nähen - so gehts!